
Sascha fehlt diese Woche, weiles gestern Nachwuchs in der Familie gibt. Werner springt kurzfristig ein. DerMarkt hat auf die beiden nicht gewartet: Bitcoin fällt auf ein 20-Monatstief,Binance verlässt Europa, die Ethereum Foundation schrumpft sich und Bitgoentlässt Mitarbeiter. Eric und Werner nehmen dich durch alles, was du dieseWoche wissen musst.
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Auflösung der Wette: Eric lag näher dran
Letzte Woche hatte Sascha 61.850Dollar getippt, Eric 60.500. Bitcoin steht jetzt bei rund 60.024 Dollar, wasbedeutet, dass Eric deutlich näher dran war. Der Punkt geht an Eric, auch wennSascha nicht selbst dabei ist, um es zu hören.
Bitcoin auf 20-Monatstief: Was hinter den Zahlen steckt
Bitcoin hat diese Woche ein Tiefvon 58.400 Dollar markiert und befindet sich damit auf dem niedrigsten Standseit 20 Monaten. Bitcoin ist im Vergleich zur Vorwoche rund 4 Prozent im Minus,Ethereum und XRP jeweils rund 8 Prozent. Der Fear and Greed Index ist auf 16gefallen, tief im Bereich extremer Angst.
Die ETF-Outflow-Situation istlaut Eric mittlerweile in der siebten Woche in Folge negativ. In 30 Tagen sindknapp 6 Milliarden Dollar aus Bitcoin-ETFs abgeflossen. Allein am 24. und 25.Juni kamen weitere 1,1 Milliarden dazu, 460 Millionen am Dienstag und 690Millionen am Mittwoch. Werner weist darauf hin, dass diese Zahlen kaum medialeAufmerksamkeit bekommen, obwohl sie enorm sind. Als die ETFs eingeführt wurden,war eine Milliarde Inflow pro Woche eine Schlagzeile. Heute geht eine halbeMilliarde Outflow an einem ganz normalen Dienstag fast unbemerkt durch.
Dazu kommen Long-Liquidationenvon rund 400 Millionen Dollar in 24 Stunden und ein Nasdaq, der am Donnerstaginnerhalb von 27 Minuten 1000 Punkte verloren hat. Der Markt ist gerade einRitt auf der Rasierklinge zwischen 60.000 und darunter.
Wo liegt der Boden? Eric und Werner mit zwei Szenarien
Der durchschnittlicheEinkaufspreis aller Bitcoin liegt laut On-Chain-Daten bei rund 53.000 Dollar.Die Short-Term-Holder-Linie liegt sogar über dem aktuellen Kurs. Werner siehtzwei mögliche Szenarien: Entweder stabilisiert sich der Markt hier und 60.000Dollar ist der Boden, was einem normalen 50-Prozent-Drawdown entsprechen würde.Oder es gibt ein Trigger-Event, das eine weitere Abwärtsspirale auslöst.
Eric sieht eher ein weiteresAbrutschen Richtung 50.000 Dollar in den nächsten Monaten. Manche Modelle rufensogar 42.000 bis 44.000 Dollar als Kursziel für Q4 aus. 21Shares hält weiterhinan 100.000 Dollar als Jahresendmarke fest. Werner fängt an, vorsichtig wiedernachzukaufen, mit noch vorhandenen Reserven und klar definierter Strategie.Beide betonen: Das ist keine Finanzberatung, sondern ihre persönlicheEinschätzung.
Strategy: Ein systemrelevantes Risiko?
Strategy hat seit dem erstenVerkauf von 32 Bitcoin insgesamt rund 3.550 Bitcoin wieder nachgekauft und hältjetzt 846.842 Bitcoin. Auf der Bitcoin Prague hat Michael Saylor erneutversucht, seine Never-Sell-Erzählung zu verteidigen. Eric findet das weiterhinschwach.
Was Eric und Werner mehrbeschäftigt, ist das strukturelle Risiko. Die MicroStrategy-Aktie fällt weiter.Wenn der Bitcoin-Kurs Richtung 45.000 oder 40.000 Dollar geht, wird es fürStrategy zunehmend schwieriger, sich über Anleihen zu refinanzieren. SollteSaylor dann gezwungen sein, große Mengen Bitcoin zu verkaufen, könnte das eineAbwärtsspirale auslösen, die den Markt weiter nach unten zieht. Werner weistauf weitere potenzielle Verkäufer hin: DeFi-Protokolle, die Treasuries inBitcoin halten, und Unternehmen, die Rückzahlungen oder Zinsen auf auslaufendePapiere leisten müssen. All das könnte zusammenkommen.
Binance verlässt Europa: Was das für dich bedeutet
Binance hat bestätigt, dass derMiCA-Lizenzantrag in Griechenland nicht mehr weiterverfolgt wird. Zum 1. Juliläuft die MiCA-Übergangsfrist aus. Was das konkret bedeutet: Binance und alleanderen nicht regulierten Anbieter dürfen in der EU keine Neukunden mehrakquirieren und keine aktive Werbung mehr für EU-Bürger machen.
Was noch offen ist: Was mitbestehenden Kunden passiert, ob und wie Bestandskunden weiter handeln könnenund wie streng das durchgesetzt wird. Werner und Eric sind sich einig: KeinGrund zur sofortigen Panik, aber du solltest deine Assets im Blick behalten.Wer sicher gehen will, transferiert zu regulierten Anbietern wie Bison,Bitwavo, Bitpanda, Coinbase, Kraken oder OKX, oder zieht die Assets inSelf-Custody.
Eric erzählt außerdem, dasseinige Nutzer in seiner Community beim Versuch, ihre Funds abzuziehen, aufProbleme gestoßen sind und ihre ID erneut hochladen mussten. Eine eindeutigeInterpretation dafür gibt es nicht, es könnte normale KYC-Aktualisierungenbetreffen oder auf etwas anderes hindeuten.
Werner erklärt den juristischenHintergrund: Binance hat den Antrag zurückgezogen, nicht offiziell eineAblehnung kassiert. Das ist rechtlich ein Unterschied. Mögliche NächsteSchritte: Binance könnte sich in einem anderen Land, etwa Luxemburg, erneut umeine Lizenz bewerben. Die Konsequenz wäre, in der Bewerbungsphase komplett ausallen anderen Märkten zurückzutreten. Ob das passiert, ist noch unklar.
Ethereum Foundation kürzt Budget um 40 Prozent
Die Ethereum Foundation hat ihrBudget um 40 Prozent gekürzt und 20 Prozent der Mitarbeiter entlassen. AuchBitgo entlässt 15 Prozent seines Teams. Ein bekannter Blockchain-Headhunter aufLinkedIn beschreibt die Situation so: Jobs in der Krypto-Branche zu bekommenist nicht mehr so einfach wie 2017 bis 2019, die Anforderungen steigen und dieKonkurrenz ist größer.
Predict Street, WM-Wetten und der nächste deutsche Gegner
Eric ist bei WM-Spielen aufPredict Street aufgefallen, einem offiziellen FIFA-Weltcup-Sponsor. Das ist einPrediction Market für WM-Spiele, ähnlich wie Polymarket aber ausschließlich aufFußball ausgerichtet. In Deutschland ist er offiziell nicht nutzbar.
Wette der Woche: Für den nochunbekannten deutschen Gegner im Achtelfinale tippt Eric 2:1, Werner geht reinstatistisch auf 1:0 für Deutschland. Bitcoin-Kurswette für nächsten Freitag:Werner sagt 60.000 Dollar, Eric geht mit 57.500 Dollar dagegen.
Die komplette Einordnung allerThemen gibt es in der aktuellen Folge von Crypto Nerds Uncut.
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