Iran-Deal wackelig, Saylor kauft nach, FED hält Zinsen: Was du diese Woche wissen musst

Der Bitcoin-Kurs gibt nach, die FED bleibt vorsichtig und der Iran-Deal, der eigentlich ein Erfolg sein sollte, wirkt auf den zweiten Blick ziemlich brüchig. Dazu kommen Themen wie GTA 6, eine mögliche Lizenzablehnung für Binance und natürlich die Auflösung der Wetten von letzter Woche. Eric und Sascha nehmen dich in der neuen Folge Crypto Nerds Uncut mit durch die Woche.

Hör dir die gesamte Folge und viele weitere auf Podigee an:
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Die Wetten der Vorwoche: Wer hat gewonnen?

Letzte Woche haben Eric und Sascha gewettet, ob die SpaceX-Marktkapitalisierung über oder unter 2 Billionen Dollar liegt. Mit aktuell 2,44 Billionen Dollar hat Sascha klar gewonnen. Bei der Fußballwette zwischen Deutschland und Curaçao gab es keinen Gewinner: Sascha hatte 3:0 getippt, Eric 6:1, das tatsächliche Ergebnis war 7:1.

Bitcoin fällt auf 62.395 Dollar: Was steckt dahinter?

Bitcoin steht aktuell bei 62.395 Dollar und hat in den letzten sieben Tagen rund 2,2 Prozent verloren. Die ETF-Outflows, über die du letzte Woche schon gehört hast, verlangsamen sich zwar weiter, aber sie sind noch immer da. Am 4. Juni gab es einen kurzen Hoffnungsschimmer mit leichten Inflows, doch danach wurde wieder massiv verkauft.

Eric sieht trotzdem positive Signale: Die Outflows werden kleiner, und immer öfter gibt es zwischendurch wieder Inflows. Sascha bringt eine andere Theorie ins Spiel: Wir befinden uns gerade im Sommerloch, klassisches Sell in May and walk away, nur dass aktuell eher in den Juni hineinverkauft wird als wirklich Pause gemacht wird.

FED hält Zinsen: Warum die Erhöhungsangst wächst

Die FED hat die Zinsen diese Woche einstimmig bei 3,5 bis 3,75 Prozent gehalten, 12 zu 0. Viele hatten erwartet, dass der neue FED-Chef Kevin Warsh als Trump-naher Hardliner schnell für Lockerung sorgt. Doch wie Eric und Sascha schon in einer früheren Folge vermutet hatten, ist das nicht so einfach.

9 von 18 FED-Mitgliedern projizieren inzwischen sogar mindestens eine Zinserhöhung bis Ende des Jahres, die Inflationsprognose wurde auf 3,6 Prozent angehoben. Auf Polymarket ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung 2026 von 28 Prozent am 17. Mai wieder auf 64 Prozent gestiegen. Für Bitcoin ist das kein positives Signal, zumindest nicht kurzfristig.

Strategy kauft 1.587 Bitcoin nach trotz fallender Kurse

Strategy hat 1.587 Bitcoin nachgekauft und hält jetzt insgesamt 846.842 Bitcoin. Auf der Bitcoin-Prague-Konferenz hat Michael Saylor erneut versucht, seine Never-Sell-Erzählung zu verteidigen, nachdem er vor zwei Wochen erstmals Bitcoin verkauft hatte. Für Eric bleibt das Argument schwach.

Was du dir genauer anschauen solltest: Die MicroStrategy-Aktie ist seit Montag von 134 auf zeitweise 107 bis 108 Dollar gefallen, aktuell bei 112,5 Dollar. Auch die Vorzugsaktie hat es nach unten gezogen, erholt sich aber inzwischen wieder. Das macht es für MicroStrategy schwieriger, sich zu refinanzieren. Sollte der Kurs weiter fallen, könnte das laut Eric zu echten Problemen führen. Sascha glaubt, der Boden ist noch nicht erreicht und ein weiterer Rückgang Richtung 60.000 Dollar ist möglich.

Iran-Deal: Warum es eigentlich kein Deal ist

Beim G7-Gipfel hat Trump diese Woche ein Memorandum of Understanding mit dem Iran unterschrieben, also eine Absichtserklärung, kein bindendes Abkommen. Sascha macht klar: Das ist ein wichtiger Unterschied. Beide Seiten haben jetzt 60 Tage Zeit, die offenen Punkte zu verhandeln.

Schon kurz nach der Unterschrift gab es Rückschläge. Israel soll den Libanon erneut angegriffen haben. Der eigentlich für diese Woche geplante Signature-Prozess in der Schweiz wurde abgesagt, weil die iranische Delegation erklärt hat, der vereinbarte Waffenstillstand im Libanon werde von Israel nicht eingehalten.

Inhaltlich geht es unter anderem darum, dass Kampfhandlungen an allen Fronten sofort enden sollen, dass der Iran auf Atomwaffen verzichtet und bereits angereichertes Uran unter Aufsicht entschärft wird, und dass die USA ihre Blockade innerhalb von 30 Tagen vollständig aufhebt. Geplant ist außerdem ein Wiederaufbaufonds von 300 Milliarden Dollar, wobei die USA selbst laut aktuellem Stand keinen eigenen Beitrag leisten, sondern auf Partner wie die Golfstaaten setzen.

Sascha gibt zu bedenken, dass ein Teil dieser Summe möglicherweise aus eingefrorenen iranischen Vermögenswerten stammen könnte, die im Gegenzug für Investitionen in den USA freigegeben werden. Auch Benjamin Netanyahu zeigt sich laut Berichten wenig amüsiert über den Deal und signalisiert, dass Israel sich nicht aus dem Libanon zurückziehen wird. Der iranische Machthaber Khamenei hat öffentlich erklärt, dem Deal nur unter Druck zugestimmt zu haben, was auf interne Spannungen im Iran hindeutet. Eric und Sascha sind sich einig: Das Ganze ist sehr wackelig und könnte jederzeit wieder eskalieren.

GTA 6: Wirtschaftliches Potenzial für die Gaming-Community

GTA 6 ist jetzt vorbestellbar, der Release könnte innerhalb der nächsten Wochen erfolgen. Sascha sieht darin mehr als nur ein Spiel: Wenn es tatsächlich eine eigene In-Game-Wirtschaft mit Handel, Shops und möglichen Krypto-Payments gibt, könnte das einen echten Gold Rush auslösen, ähnlich wie früher bei Fortnite-Maps oder Roblox. Die Aktie des Publishers ist diese Woche von rund 214 auf knapp 240 Dollar gestiegen.

Binance droht MiCA-Lizenzablehnung in Griechenland

Laut einem Reuters-Bericht steht Binance kurz davor, die MiCA-Lizenz in Griechenland abgelehnt zu bekommen. Sollte das eintreten, dürfte Binance ab dem 1. Juli keine regulären Dienstleistungen mehr für EU-Kunden anbieten, wie alle nicht regulierten Anbieter. Als möglicher Ablehnungsgrund werden die verschachtelte internationale Konzernstruktur sowie offene Gerichtsverfahren genannt.

Berichten zufolge soll EZB-Präsidentin Lagarde auf die griechischen Behörden eingewirkt haben, den Antrag zu blockieren, was Eric kritisch sieht. Wer sich unsicher ist, sollte sich laut Eric mit regulierten Anbietern wie Bison, Bitwavo, Bitpanda, Coinbase, Kraken oder OKX auseinandersetzen oder die eigenen Assets in Self-Custody nehmen.

Kurz erwähnt: Andrew Tate, Elon Musk und Arkham

Andrew Tate wurde diese Woche zweimal liquidiert: Erst mit einer gehebelten Long-Position, dann mit einem Counter-Trade als Short. Sascha warnt klar davor, nach einer Liquidation einen Gegen-Trade zu eröffnen. Außerdem die Meldung der Woche: Elon Musk ist inzwischen mehr wert als die gesamte Bitcoin-Marktkapitalisierung, was beide als Zeichen dafür werten, dass Bitcoin aktuell unterbewertet ist. Wer tiefer in On-Chain-Daten einsteigen will, dem empfiehlt Sascha den Kanal von Arkham.

Die Wette der Woche

Eric tippt für Deutschland gegen Elfenbeinküste 2:1, für Deutschland gegen Ecuador 2:0. Sascha bleibt bei 3:1 für beide Spiele. Bei der Bitcoin-Kurswette für nächsten Freitag sagt Sascha 61.850 Dollar, Eric setzt mit 65.000 Dollar dagegen.

Die komplette Einordnung aller Themen gibt es in der aktuellen Folge von Crypto Nerds Uncut.

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Eric Heinemann ist Gründer von Crypto Nerds, einem der führenden deutschsprachigen Krypto-Education-Formate.
Seit 2018 erklärt er komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Blockchain verständlich und praxisnah – über Podcasts, Kurse und Events in ganz Europa.
Eric Heinemann,
Gründer von Crypto Nerds
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