LI.FI & die Zukunft des Multi-Chain-Web3: Wie Gründer Philipp Zentner das größte Infrastrukturproblem im Krypto-Space löst

Interview

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LI.FI & die Zukunft des Multi-Chain-Web3: Wie Philipp Zentner das größte Infrastrukturproblem im Krypto-Space löst

Das Web3 wächst rasant, doch jede neue Blockchain macht das Ökosystem fragmentierter. Assets liegen verstreut auf unzähligen Chains, mit eigenen Standards, eigenen Bridges, unterschiedlicher Liquidität und komplett eigenen technischen Regeln. Für Nutzer, Unternehmen und Wallet-Anbieter ist das längst unüberschaubar geworden.

Genau hier setzt LI.FI an. Im Gespräch mit Eric Heinemann erklärt Gründer und CEO Philipp Zentner, wie sein Team die „Unsichtbarkeits-Schicht“ des Multi-Chain-Webs baut – eine API, die heute in Apps wie MetaMask, Phantom, Robinhood, Binance, KuCoin, Ledger oder Gnosis Safe läuft und damit zum zentralen Routing-Layer des dezentralen Internets geworden ist.

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Wer ist Philipp Zentner – und wie kam er in den Krypto-Space?

Philipp ist ein Seriengründer, der seit seiner Jugend Unternehmen baut – von Gaming bis Biotech. Mit Krypto hatte er lange nichts zu tun; erst ein Zufall brachte ihn 2021 zu einem NFT-Projekt, bei dem ihn ein YouTuber um Unterstützung bat. Seine „Außenperspektive“ wurde zum Vorteil: Ohne Vorprägung sah er klar, dass Web3 unweigerlich in eine Multi-Chain-Welt driften würde.

Er beschreibt diesen Moment so: „Für uns war sofort klar: Multichain ist die Zukunft. Aber wenn alles fragmentiert, dann braucht es jemanden, der das Ganze wieder abstrahiert.“

Dieser Gedanke wurde zum Fundament von LI.FI – einer Infrastruktur, die den chaotischen Multi-Chain-Space benutzbar macht.

Warum das Web3 ein Multi-Chain-Problem hat

Philipp erklärt, dass jedes Chain-Ökosystem seine eigenen Regeln mitbringt: eigene Standards, Smart-Contract-Sprachen, Bridges, Liquidity Pools und komplett eigene Datenstrukturen. Dadurch entsteht ein massives Fragmentierungsproblem, das sowohl Nutzer als auch Apps überfordert.

„Datenfragmentierung ist ein Problem – für Nutzer, Apps und Unternehmen.“, sagt er. Wallets wie Robinhood, Revolut oder Trade Republic wollen ihren Kunden Krypto anbieten, stehen jedoch vor einem Dschungel aus technischen Inkompatibilitäten. Ohne Aggregation müssten sie jede DEX, jede Bridge und jede Chain einzeln integrieren – ein völlig unrealistischer Aufwand.

Was macht LI.FI eigentlich? (Einsteigerfreundlich erklärt)

LI.FI ist eine Trading- und Bridge-Aggregations-API, die alle großen Chains miteinander verbindet. Das System aggregiert DEXes, Bridges, Liquidität und Routing-Logiken, berechnet den besten Swap und führt sogar Cross-Chain-Transaktionen automatisiert aus.

Philipp erklärt es für Nicht-Techies so: „Es gibt viele Blockchains und viele Wege, Assets zu tauschen. Wir machen daraus eine einheitliche Erfahrung – für Apps und Nutzer.“ Damit wird LI.FI zum unsichtbaren Backend vieler Web3-Produkte, die Multi-Chain-Funktionalität brauchen, aber nicht selbst bauen wollen.

Wie LI.FI entstand: Hackathons, Zufälle & 300.000 Dollar Preisgeld

Das erste Jahr von LI.FI war hart. Ohne B2B-Kunden überlebte das Team fast ausschließlich durch Hackathons. Sie nahmen an 13 Wettbewerben teil, gewannen 300.000 Dollar Preisgeld und konnten damit ihre ersten Mitarbeiter, die technische Weiterentwicklung und frühe Partnerschaften finanzieren.

Philipp beschreibt die Phase als chaotisch, aber extrem wichtig: Viele Nutzer experimentierten auf der Demo-Seite, und das Team lernte schnell, welche Art von Produkt der Markt wirklich brauchte. Erst später stiegen VCs ein – zu einem Zeitpunkt, an dem die Vision bereits schärfer definiert war.

Wie LI.FI den Markt eroberte: Aggressivität, Professionalität & 365 Tage Konferenzen

Philipp spricht offen darüber, warum LI.FI schneller wuchs als die Konkurrenz: „Wir waren einfach aggressiver als die anderen.“ Er lebte über Jahre buchstäblich aus dem Koffer und flog von Konferenz zu Konferenz, um Wallets, Börsen und Apps direkt zu überzeugen.

Während viele Konkurrenzprodukte technisch gut waren, fehlte ihnen ein lohnendes Go-to-Market. LI.FI dagegen kombinierte klare Positionierung, professionelles Auftreten, B2B-Sales-Erfahrung und aktives Investorennetzwerk. Heute ist LI.FI in fast jeder großen Wallet integriert – ein Ergebnis von Geschwindigkeit, Sichtbarkeit und Beharrlichkeit.

Fundraising: 300 VC-Gespräche, 1.000 Calls & 10 Kilo Gewichtszunahme

Das Fundraising war – laut Philipp – eine der brutalsten Phasen. In einem Bear Market führte er über 300 Gespräche mit VC-Firmen und mehr als 1.000 Calls, oft über Monate hinweg. Der emotionale Preis war hoch: Schlafmangel, Stress, Gewichtszunahme.

Die Szene im Podcast ist eindrücklich: Während sein Team bei einem Retreat in Thailand feierte, saß Philipp allein im Hotelzimmer und finalisierte Deals. Sein Satz bringt es auf den Punkt: „Ich war fertig, aber wir wollten fucking gewinnen.“

Warum das alles? Weil die Branche Multi-Chain bleibt

Philipp kritisiert die Vorstellung, dass am Ende „nur eine Chain gewinnt“. Für ihn ist klar: Web3 wird dauerhaft fragmentiert bleiben. Neue L2s entstehen fast wöchentlich, non-EVM-Chains wachsen eigenständig, und Liquidität verteilt sich über Dutzende Ökosysteme.

„Wir kamen von außen. Wir waren nicht Fanboys. Wir haben nüchtern gesehen: Das wird fragmentieren.“
Diese Perspektive war zentral: Multi-Chain ist kein Übergangsszenario, sondern die strukturelle Zukunft des Web3.

Der persönliche Teil: Stress, Rollercoaster & der Versuch, Meditation zu lernen

Philipp spricht ungewöhnlich offen über die Belastung. Der ewige Wechsel zwischen Höhenflug und Absturz, der typische „Startup-Rollercoaster“, ständige Reisen und die Verantwortung gegenüber Team und Investoren haben Spuren hinterlassen.

Er versucht, gegenzusteuern: Sport, Ernährung, Schlaf, Atemübungen, Journaling – und gelegentlich Meditation, „die aber nicht wirklich klappt“, wie er lachend zugibt. Dieser persönliche Einblick zeigt, wie hart der operative Alltag im Web3 wirklich ist.

Die Learnings für Web3-Einsteiger & Gründer

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch lassen sich auf fünf zentrale Punkte verdichten:

  1. Multi-Chain ist unvermeidlich. Jede App wird damit arbeiten müssen.

  2. Infrastruktur gewinnt langfristig. Nicht Meme-Coins, sondern Problemlöser.

  3. Fragmentierung ist systemisch. Und Aggregation ist die Antwort.

  4. Go-to-Market schlägt Technologie. Sichtbarkeit ist genauso wichtig wie Code.

  5. Durchhalten ist entscheidend. 300 VC-Gespräche sind kein Talent, sondern Wille.

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Eric Heinemann ist Gründer von Crypto Nerds, einem der führenden deutschsprachigen Krypto-Education-Formate.
Seit 2018 erklärt er komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Blockchain verständlich und praxisnah – über Podcasts, Kurse und Events in ganz Europa.
Eric Heinemann,
Gründer von Crypto Nerds
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