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Krypto ist längst mehr als ein spekulativer Trend. Inzwischen wird die Assetklasse ernsthaft in Family Offices, institutionellen Portfolios und sogar in ersten Banken diskutiert. Kaum jemand begleitet diese Entwicklung so lange und so praxisnah wie Moritz Schildt – Jurist, langjähriger Asset Manager, BaFin-regulierter Geschäftsleiter und Mitgründer der CoinIX.
Im Gespräch mit Eric Heinemann erzählt Moritz von seinen frühen Bitcoin-Experimenten, den ersten Versuchen, 2014 einen Krypto-Fonds zu starten, der Rolle von Altcoins als “Profit-Treiber” – und warum produktive Stablecoin-Strategien für viele klassische Investoren der eigentliche Gamechanger werden könnten.
Hier sind die wichtigsten Insights – strategisch, verständlich und mit Blick hinter die Kulissen des professionellen Asset Managements.
Die komplette Podcast-Folge mit Moritz Schildt findest du hier:
👉 Experts | Wie viel Krypto gehört ins Portfolio? – Moritz Schildt, CEO CoinIX - Crypto Nerds Podcast
Moritz begann seine Karriere ganz klassisch: Jurist, dann viele Jahre im traditionellen Financial-Services-Bereich, später Gründer eines eigenen Asset Managers mit Fokus auf Anleihemärkte, Derivate und institutionelle Mandate.
Der Sprung in die Krypto-Welt kam kurios: ein Bekannter wollte eine Börse für Gaming-Items bauen, die mit Bitcoin gehandelt wurden. Für Moritz war das der erste Moment, in dem Bitcoin nicht nur als Konzept, sondern als Transferwährung greifbar wurde. Er kaufte seinen ersten BTC 2013 – noch bei eBay.
Schon 2014 wollte er mit der BaFin einen Krypto-Fonds aufsetzen. Die Antwort damals war eindeutig: “Wir finden Wege, Ihnen das zu untersagen.”
Heute existieren Bitcoin-ETFs von BlackRock – Moritz war schlicht zu früh.
Mit CoinIX investiert er heute sowohl in Token als auch in Equity von Blockchain-Startups, analysiert Stablecoins, betreibt On-Chain-Research und berät Investoren. Parallel führt er das Hanseatic Blockchain Institute in Hamburg – eines der aktivsten Bildungsnetzwerke im deutschsprachigen Raum.
Für Moritz ist der Ausgangspunkt klar: wenn eine neue Assetklasse entsteht, müssen Investoren prüfen, ob sie das Risiko-Rendite-Profil ihres Portfolios verbessert.
Drei Punkte stechen heraus:
1. Krypto ist nicht korreliert mit klassischen Märkten
Genau das macht kleine Beimischungen so wertvoll. Viele Family Offices, die früher strikt abgelehnt haben, öffnen sich jetzt – oft durch die nächste Generation, die das Thema an den Tisch bringt.
2. Hohe Volatilität – aber hohe Ertragserwartung
Ein Drawdown von 30–50 % ist möglich. Gleichzeitig gibt es nur wenige Assetklassen, die sich innerhalb eines Zyklus verdoppeln oder verdreifachen können.
3. Investoren wollen Exposure – aber nicht die technische Komplexität
Wallets, Verwahrung, Steuerthemen: viele institutionelle Anleger haben weder Systeme noch Know-how für direkte Token-Haltung. Genau hier setzt CoinIX an: tokenbasierte Strategien, aber in klassischen Strukturen wie Aktien oder Fonds.
Der Effekt: professionelle Investoren bekommen Krypto-Rendite – ohne operative Krypto-Komplexität.
Einer der spannendsten Teile des Gesprächs ist Moritz’ aktuelles Projekt: ein Fonds, der statt auf Preisentwicklung primär auf Ertragsgenerierung durch Stablecoins setzt.
Der Ansatz:
– Großteil des Kapitals in Stablecoins (USD/EUR)
– Erträge über Staking, Liquidity-Protokolle oder On-Chain-Yield
– Zielrendite: 8–12 % p.a. – bei deutlich geringerer Volatilität als BTC/ETH
Für traditionelle Anleger ist das ein Aha-Moment:
Ein digitales Asset, das sich kaum bewegt, aber zweistellige Erträge liefern kann – das gibt es im klassischen Markt praktisch nicht mehr.
Moritz betont jedoch:
– keine Leverage
– keine unbesicherten Kreditrisiken
– nur geprüfte Protokolle + eigenes Validator-Setup
Es ist ein konservatives Produkt – nur eben im Krypto-Universum.
CoinIX ist ein aktiver Manager. Statt nur Bitcoin und Ethereum zu halten, analysiert das Team Geschäftsmodelle, Teams, On-Chain-Daten und Nutzerzahlen.
Die Auswahl ist bewusst fundamental getrieben:
– Wo entsteht wirkliche Wertschöpfung?
– Welche Protokolle verdienen Geld?
– Welche Token reflektieren diesen Wert?
Ein Beispiel aus dem Portfolio: CoW Protocol, ein dezentraler Meta-DEX. Erst getestet, dann verstanden – und nach Monaten Evaluation gekauft. Der Token performte hervorragend.
Das zeigt Moritz’ Grundthese: Die Zukunft des Marktes liegt nicht allein in Bitcoin – sondern in produktiven, revenue-basierten Protokollen.
Moritz spricht sehr offen über seine Gespräche mit Family Offices:
– Vor 3 Jahren: “Krypto ist unseriös.”
– Vor 18 Monaten: “Wir beobachten es.”
– Heute: “Wie kommen wir rein – und wer übernimmt das Risikomanagement?”
Viele Häuser denken inzwischen strategisch:
2–5 % des Portfolios in Krypto – als Rückgrat einer breiteren Diversifikation.
Besonders spannend: Sobald institutionelle Anleger erkennen, dass ein kleines Crypto-Gewicht die Gesamtperformance messbar verbessert hätte, werden Zurückhaltende plötzlich offen.
Für Moritz ist klar: „Wenn in Deutschland alle großen institutionellen Anleger nur 2 % Krypto beimischen würden, wäre das ein massiver Kapitalfluss.“
Ein bemerkenswert ehrlicher Punkt: Die erste Digitalisierungswelle (Web 2.0) hat Banken kaum verändert. Die Blockchain-Technologie hingegen greift direkt die Kernfunktionen einer Bank an:
– Geld halten
– Geld übertragen
– Wertpapiere speichern
– Investments tätigen
All das kann die Blockchain besser, schneller und 24/7.
Moritz warnt:
Banken, die Krypto, Tokenisierung und digitale Wertpapiere ignorieren, verlieren ihre Daseinsberechtigung. Viele deutsche Institute sind noch extrem weit zurück – im Gegensatz zu Frankreich oder den USA.
Keine Überraschung, aber klar formuliert: Ethereum.
Für ihn ist es die Basis-Infrastruktur des Web3 – mit enormen Netzwerkeffekten und breiten Anwendungsmöglichkeiten. Bitcoin schätzt er, aber er sieht dessen zukünftige Dominanz skeptischer.
Moritz sieht drei zentrale Entwicklungen:
1. Tokenisierte Wertpapiere werden Banking stark verändern
Digitale Fonds, digitale Aktien, digitales Settlement – ein Milliardenmarkt.
2. Stablecoin-Renditen werden zum Mainstream-Produkt
Unkorreliert, geringer Drawdown, aber starke Erträge – ideal für konservative Investoren.
3. Institutionelle Allokationen steigen massiv
Sobald Pensionskassen und Versorgungswerke 2–3 % freigeben, wird der Markt völlig neu bewertet.
Wenn du tiefer in das Thema Tokenisierung, digitale Collectibles & Creator-Economy einsteigen willst, hör dir die komplette Folge mit Moritz an:
👉 Experts | Wie viel Krypto gehört ins Portfolio? – Moritz Schildt, CEO CoinIX - Crypto Nerds Podcast
Und wenn du mehr über unseren Gast erfahren möchtest, vergiss nicht, seine neuen Projekte zu verfolgen.
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Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Krypto-Investments sind mit erheblichen Risiken verbunden – bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Triff deine Entscheidungen immer selbstbestimmt und informiere dich gründlich, bevor du investierst.
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